Geschichte

Kirchliche Jugendarbeit

Wir Rankler Ministranten sind aus den Messen in Rankweil nicht mehr wegzudenken. Früher, um 1960 gab es in Rankweil eine klar ausgerichtete kirchlich-religiöse Jugendseelsorge, die Organisation war nach Anweisung des Bischofs Dr. Paulus Rusch nach den „Naturständen“ gegeben: „Katholische Jugend Mädchen“ sowie „Katholische Jugend Burschen“.

Daher war es auch nur Buben erlaubt zu ministrieren. Erst seit 1990 dürfen bei uns in Rankweil auch Mädchen ministrieren. Momentan besteht die Mehrheit der Rank'ler Ministranten aus Mädchen. Mitten im Dorf gab es einen Schaukasten, der immer aktuell, die Tätigkeit des Vereins widerspiegelte.

<= Die erste Mädchengruppe die in Rankweil ministrieren durfte.

Zeit bringt Veränderungen

Durch die locker gewordene Bindung der Jugendlichen zum Elternhaus wurde die kirchliche Jugendarbeit immer schwieriger. Jugendliche unter 14 Jahren wurden in der Jungschar erfasst und fanden dort ein dem Alter entsprechendes Angebot. Für das Angebot und die Koordination gab es das KJ-Pfarrteam, das z.B im Sommer 1971 zu einem Ausflug in die Schweiz, einem KJ-Sporttreffen in Graz und einem Meeresurlaub in Jugoslawien einlud. Die gesellschaftlichen Veränderungen machten sich in der Jugendarbeit stark bemerkbar. Die Jugendlichen die Interesse hatten mussten bald arbeiten, andere waren enttäusch vom schwindenden Interesse am Angebot der KJ - Jugendliche ließen sich immer weniger in organisierten Gemeinschaften erfassen. In Feldkirch gab es die ersten Diskoteken, Alkohol und Drogen kamen als ernstzunehmende Gefahr ins Spiel.

Hauptamtlicher Jugendarbeiter, Unterstützung

Mit der „Offenen Jugendarbeit“ wurde eine aktuelle Alternative angeboten. 1980 wurde von der Pfarre Rankweil mit Johannes Rauch ein hauptamtlicher Jugendarbeiter eingestellt. Sein Gehalt wurde je zur Hälfte von der Pfarre Rankweil sowie von der Bischöflichen Finanzkammer getragen. Seine Tätigkeit als Jugendarbeiter beendete er mit Jahresende 1984. Die Marktgemeinde Rankweil engagierte sich zunehmend finanziell und inhaltlich für die Jugendarbeit Rankweils. Von 1997 bis 2004 (vorher gab es keine Aufzeichnungen dazu) wurde die pfarrliche Jugendarbeit durch 54300€ aus dem Gemeindebudget unterstützt. Die kirchliche Arbeit mit Kindern unter 14 verschob sich immer mehr auf die Ministrantengruppe, die von ihren Gruppenleitern intensiv betreut wurden und auch heute noch werden.

Höhepunkte: Lagerleben und Assisifahrt

Höhepunkt des Jahres waren die Ferienlager für die damalige Jungschar- und Ministrantengruppen in Ortschaften wie Silbertal, St. Gerold und in einem von der Pfarre für mehrere Jahre gemieteten Haus in der Litze, in der Gemeinde Sonntag. Ein eigener Arbeitskreis sorgte für die Wartung des Hauses. Für viele Kinder und Jugendlichen wurde das Litze-Haus ein beliebter Ort der Erholung und der Gemeinschaft.

Von Zeit zu Zeit gibt es wieder die Ministrantenwallfahrt nach Assisi. Dieses Angebot wird von den Minis sehr gut angenommen, denn es ist nicht nur ein Reiseziel inmitten Italien sondern auch Ort der Stille, Ort der Kirchen und Ort des Franz von Assisi.

Quelle: Rankweils Pfarrer ufm Berg im 20. Jhd